. . . . zum Wandern nach La Palma
            zwischen Kiefernwäldern und Lavaströmen
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La Palma 2010

    


Im Frühjahr 2010 war ich ja bereits einmal zum Wandern auf La Palma. Damals habe ich in der Inselhauptstadt Santa Cruz gewohnt. Das war recht nahe an dem Touristenort Cancajos und es war daher problemlos möglich, an organisierten Wanderungen des Anbieters Natour teilzunehmen. Ein kleiner Nachteil war, dass die Ostküste häufiger regnerisch als der Westteil der Insel ist.

In diesem Jahr wollte ich im wesentlichen auf die Teilnahme an organisierten Wanderungen verzichten und darüber hinaus im klimatisch meist günstigeren Westen der Insel wohnen. Ich habe mich daher in einer sehr schön gelegenen kleinen Appartementanlage am Rande von Los Llanos einquartiert. Das war so etwa 2 km Fußweg entfernt vom Busbahnhof in Los Llanos auf etwa 550 m Seehöhe, ganz nahe am Rand der Caldera. Von der Terrasse hat man einen herrlichen Panoramablick über das Ariadnetal einerseits bis an die Cumbre vieja und Cumbre nueva und andererseits auf's Meer.

Der einzige kleine Nachteil war, dass man jeweils nach einer ausgedehnten Wanderung vom Busbahnhof noch einen 2 km langen und durchgehend recht steilen Rückweg bis zur Unterkunft hatte. Die Bewohner der drei anderen Appartements in der Anlage hatten wohl deshalb alle einen Leihwagen. Da ich Streckenwanderungen bevorzuge, wäre die Nutzung eines Leihwagens für mich nicht sonderlich attraktiv gewesen. Die von mir anvisierten Wanderziele waren alle recht gut mit dem Bus erreichbar. Vom Busbahnhof in Los Llanos kann man fast alle Ziele direkt erreichen. Wenn man's etwas eiliger hat oder sich vielleicht abends reichlich müde fühlt, kann man ja im Einzelfall immer noch ein Taxi nehmen. Von dieser Möglichkeit habe ich einmal Gebrauch gemacht, da ich mich etwas im Zeitbedarf für meine Wanderung verschätzt hatte und erst mit Einbruch der Dämmerung meinen Bus zur Rückfahrt nach Los Llanos erreicht habe. Da war es mir angenehmer, den Restweg per Taxi zu fahren, als in der hereinbrechenden Dunkelheit zu laufen und Taxi war auch nicht sehr teuer.

Und nun zu einigen Details dieses Wanderurlaubs:

1. Februar

Hinflug über Lanzarote nach La Palma, Wetter Ostseite bedeckt, Westen heiter, Temperatur ca. 18 ° C, Taxitransfer vom Flughafen zur Ferienwohnung, 10 Minuten Wartezeit bei Villa Azano, dann kommt der freundliche Vermieter. Nach Bezug der Wohnung mache ich noch einen kleinen Gang nach Los Llanos zum Einkaufen

2. Februar

Wanderung nach Puerto Tazacorte. Dann per Bus nach El Paso und anderung zurück zur Villa Azano.

3. Februar

per Bus nach La Punta, Start der Wanderung "Fischerküste". Beim Aussichtspunkt Cabazados leichter Rutscher auf Geröll aber mit stark drehender Belastung des rechten Knies. Ordentlich kann ich jetzt nicht mehr laufen. Vor mir liegen aberr noch rd. 6 km auf überwiegend sehr unebenem Untergrund. Ich will mir keine weiteren Verletzungen einhandeln und laufe daher extrem vorsichtig und folglich auch sehr langsam. Nach einer kurzen Kaffepause im Mirador Time geht's dann weiter über den Serpentinenabstieg nach Puerto Tazacorte. Hier rutsche ich noch einmal an einer mit Lavageröll übersäten Stelle. Nichts Dramatisches, aber es reicht, um mir einen deftigen Winkelhaken in meine Hose zu reißen. Nach einer kurzen Einkehr im Kiosko Teneguia geht es per Bus zurück nach Los Llanos. Es folgen noch 2,5 km bis zur Villa Azano.

4. Februar

Das Knie scheint keinen besonderen Schaden erlitten zu haben. Aber ansonsten bemerke ich eine extreme Verspannung der Muskulatur des rechten Beines. An Wandern ist heute nicht zu denken. Es bleibt bei einem sehr gemächlichen Spaziergang ins Zentrum von Los Llanos.

Am späten Nachmittag geht's dann doch noch zu einen Spaziergang zum Mirador Cancelita und etwas Erkundung inoffieller Wege entlang der Wasserleitungen. Vielleicht geht es ja morgen wieder etwas besser und weiter..

5. Februar

na ja, es geht zwar etwas besser, aber richtig wandern sollte ich heute doch noch nicht. Da bietet sich ein Besuch des Bauernmarktes in Pueblo Mazo an. Mit diesem Besuch war dann noch eine Busumrundung des südlichen Teils der Insel verbunden. Und alles bei bestem Wetter.

6. April

ich will nochmals einen Tag ohne größere Belastung des rechten Knies einlegen. Eine gute Alternative ist das Mandelblütenfest (Fiesta Almendros) in Puntagorda. Es schließt eine schöne Busanfahrt in den Nordwesten der Insel. Für mich war eine musizierende Besuchergruppe direkt neben den Bussen auf dem großen Parkplatz der schönste Eindruck dieses Ausfluges.

Abends ziehe ich dann doch noch die Wanderschuhe an und laufe bis zum Mirador Cancelita und dann noch ein kleines Stück auf dem Wanderweg "Lomo de las Chozas".

7. Februar

Heute soll es mal wieder eine etwas ausgedehnte Wanderung geben. Per Bus fahre ich bis eine Station vor dem Besucherzentrum Taburiente und dann geht es los bis zum Rifugio El Pilar und zurück nach Tacande. Insbesondere die recht langen sehr rauhen Wegeabschnitte auf dem Weg zurück und abwärts waren doch noch etwas anstrengend. So bin ich halt nur recht langsam aber dennoch reichlich müde zurückgekehrt.

8. Februar

Heute soll's mal wieder eine etwas anspruchsvollere Wanderung geben. Es geht gleich an der Wohnung los. Zuerst zum Mirador Cancelita. Hier beginnt auch der Wanderweg "Lomo de las Chozas". Auf meinen Karten ist dieser Wanderweg nicht verzeichnet. Auch auf einer ansonsten sehr detaillierten Wanderkarte habe ich diesen Weg nicht gefunden. Es geht über 10 teilweise recht anspruchsvolle Kilometer. Wegen stärkerer Regenfälle der letzten Tage gibt es einen Hinweis auf Beschädigungen des Weges und eine Aufforderung zu besonderer Vorsicht. An verschiedenen Stellen des Weges sieht man offenkundig frische Geröll-Anschüttungen. Und so etwa in der Mitte des Weges ist eine hier wirklich sehr sinnvolle Sicherumgskette an einem Ende aus der Verankerung gerissen, oder besser gesagt, die Verankerung wurde offensichtlich vom letzten Regen weggespült. Durch einen mir hier entgegenkommenen Wanderer wurde ich auf diese kritische Stelle aufmerksam gemacht. Aber irgendwie habe ich in diesem Chaos eine sehr schlechte Route bis zum Ende der Sicherungskette gewählt. Dann geht es nicht mehr so richtig weiter. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen rutsche ich jetzt auch noch ab und kann mich zunächst nur noch am Ende der Kette halten. Meine Füße hängen etwa 3 Meter über dem abschüssigen Grund. Mein Versuch, an dieser Wand irgendwo einen Fuß aufzusetzen scheitert. Der gewählte Stein sitzt locker und fällt sofort zu Boden. Tja, was mache ich denn jetzt? So richtig zurück geht's nicht. Da bleibt wohl nur der Weg nach unten. Vernünftig abspringen geht auch nicht so richtig. Also bleibt nur ein mehr oder weniger kontrolliertes Abrutschen entlang der nahezu senkrechten Abbruchkante. Dabei schramme ich mir das linke Bein reichlich auf und lande dann halbwegs sicher auf dem abschüssigen Untergrund. Neben mir fallen noch mehrer kleine Steinbrocken herunter aber ansonsten hat dieser Rückzug aus dieser Falle recht gut funktioniert. Aber es hätte auch viel schlechter ausgehen können!

Der restliche Weg ist wieder recht angenehm. Überwiegend sehr schmale und oft sehr steile Wege, aber es geht recht gut voran. Der Weg endet nach rd. 10 km an dem Weg zwischen den Miradores Lomo de las Chozas und Cumbrieta. Bis zur nächsten Bushaltestelle sind es noch mindestens 7 km. Am Parkplatz bitte ich einen sich gerade zur Abfahrt vorbereitenden Autofahrer mich bis zur Verbindungsstraße zwischen Los Llanos und Santa Cruz mitzunehmen. Der freundliche Herr willigt sofort ein und so kann ich mir die Bestellung eines vermutlich nicht ganz billigen Taxis ersparen. Ja, an der Bushaltestelle geht es ähnlich weiter. Zunächst kann ich einem gerade frisch angereisten deutschen Urlauber bei der Suche nach seinem Ferienhauus behilflich sein und als kleine Anerkennung für diese Hilfeleistung fährt er mich noch bis Los Llanos um sich dann von mir noch auf die Schnelle einen ordentlich Lebensmittelladen zeigen zu lassen. Ich muss mir auch noch einige Kleinigkeiten beschaffen und kann dann noch vor Einbruch der Dämmerung zur Villa Azano zurückkehren.

9. Februar

ein kleines Regentief kündigt sich. Ich belasse es daher heute bei einem kleinen Rundgang in der Nähe der Unterkunft und zum Einkauf nach Los Llanos. Unterwegs setzt dann zunächst leichter und später extrem starker Regen ein. Am Nachmittag klart es wieder auf. Vielleicht reicht es morgen wieder für eine größere Wanderung.

10. Februar

Heute sieht es vielversprechend aus. Dann will ich mal versuchen, auf den Pico Benjenado zu kommen. Von dort soll es eine fantastische Aussicht über die Caldera geben. Mit dem Bus fahre ich zu meiner Startstelle am östlichen Rand von El Paso. Während der Busanfahrt habe ich einen kurzen Blick auf den Roque de los Muchachos und wie es aussieht, ist dort der gestrige heftige Niederschlag als Schnee niedergegangen. Aber ansonsten scheint sich das Wetter für eine Besteigung des Bejenado sehr gut zu entwickeln. Dann mal los. Durch die Randbebauung von El Paso geht's langsam aufwärts in Richtung des schönen Kiefernwaldes unterhalb des Bejenado. Leider zieht von Ost zunehmend stärker werdende Bewölkung über den Rand der Caldera auf. Am Parkplatz beim Beginn des eigentlichen Aufstieges entscheide ich mich zum Abbruch. Wie es aussieht, wird man spätestens auf dem Gipfel in Wolken stehen und die so hochgelobte herrliche Aussicht nicht genießen können. Das war so etwa die Hälfte des gesamten Weges. Mit dem Rückweg verbinde ich noch einen kleinen Abstecher ins Zentrum von El Paso und Einkehr zu einem kleinen Imbiss. Per Bus fahre ich dann später zurück nach Los Llanos. Dort muss es wohl heftig geregnet haben. Die Straßen sind nass. In Richtung Caldera überall tief hängende Wolken. Am Busbahnhof werde ich dann von einem heftigen Regenschauer überrascht. Aber nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei. Ich komme trocken zu meiner Unterkunft. Später ziehen dann weitere Regenwolken über Los Llanos und Tazacorte hinweg. So wie es scheint, hatte ich mir für heute die richtige Gegend für meine Wanderung ausgesucht.

11. Februar

Heute will ich mal an die östliche Seite der Insel nach San Pedro gehen. Das Wetter ist sehr gut. Es könnte eine schöne Wanderung in Richtung Sabina werden. Zunächst folge ich der Wegemarkierung auf der Kompasskarte. Dann verliert sich diese Markierung irgendwo im Nichts. Na gut, dann folge ich mal den sich anbietenden Straßen bis zur nächsten Wandermarkierung. Nach einigen hundert Metern wähle ich dann den Weg in Richtung Fuentes Brena. Aber auch dieser Weg verläuft sich schnell im Nichts. Als Alternative bliebe nur der Weg durch den heute trockenen Wasserlauf. Das erscheint mir heute nicht der rechte Weg. Also bleibt es bei einem ausgedehnten Spaziergang in der Nähe von San Pedro. Mit der Rückfahrt nach Los Llanos kann ich dann feststellen, dass ich heute die Region mit dem besseren Wetter gewählt hatte. An der Westseite war es stark bewölkt und teilweise regnerisch.

12. Februar

Zunächst laufe ich mal ab Kiosko Caldera über den mir von einem anderen Wanderer empfohlenen Weg entlang der Wasserversorgung. Es ist eine nette Alternative in den östlichen Teil von Los Llanos.

Ab hier nehme ich den Bus nach Los Canarios. Es ist teilweise bewölkt und in Los Canarios setzt dann auch noch leichter Regen ein. Ich möchte eigentlich ein Stück auf dem GR 130 laufen. Mal sehen, wie sich das Wetter entwickelt. Der Regen schläft wieder ein und ich kann bei besten Bedingungen bis nach Monte la Luna laufen. Das ist ein sehr schöner Weg durch abwechslungsreiche Landschaft. Vor hier soll es mit dem Bus nach Los Llanos zurück gehen. Während ich in einer kleinen Bar etwas Kaffee trinke, zieht es wieder zu. Es wird deutlich kälter und beginnt wieder zu nieseln. Es war dann wohl die richtige Entscheidung, heute hier mit der Wanderung Schluss zu machen.

13. Februar

Heute geht's wieder mit dem Bus nach Los Canarios. Von hier folge ich dem GR 131 bis zum Leuchtturm. Es geht durch eine imposante Vulkanlandschaft.

14. Februar

Die Wetterlage ist etwas undurchsichtig. Im Westen ist es frühmorgens recht wolkig. Der östliche Teil des Calderaringes hat aufliegende Bewölkung. Aber nach Süden sieht es recht ordentlich aus. Also fahre ich nochmals in den Süden der Insel. Ab El Charco laufe ich auf dem GR 130 nach Los Canarios. Je nach Wetterlage könnte ich dann auf einer alternativen Route zurück nach El Charco gehen oder die Tour in in Los Canarios abbrechen. &üuml;ber den größten Teil der Wanderung habe ich sehr gutes Wetter. Manchmal ziehen einige leichte Wolkenfetzen durch. Dann wird es meist wieder sonnig. Nur auf dem letzten Kilometer zieht es richtig zu und es setzt leichter Regen ein. Und wie es sich so schön fügt, komme ich pünktlich zur Abfahrt des Busses nach Los Llanos in Los Canarios an. Da ist die Entscheidung einfach. Es geht mit dem Bus zurück.

15. Februar

Heute will ich mal den Weg von Velhoco über der Pico Ovejas nach El Pinar laufen. In Velhoco geht e auf etwa 340 m los. Es geht geht stetig in nahezu direkter Linie zum Pico Ovejas hinauf. Nach knapp 4 km bin ich dann mit 1895 m auf dem Gipfelpunkt dieser Tour. Es ging etwa gleichmäßig steil aufwärts. Erschwerend kam hinzu, dass der Weg an vielen Stellen recht schwierig zu begehen war und manchmal der genaue Verlauf auch noch im Gelände gesucht werden musste. Überwiegend war es sonnig mit frühsommerlichen Temperaturen. Im Bereich oberhalb von 1700 m zogen immer wieder Wolken durch. Manchmal fiel auch etwas Regen aus diesen Wolken. Auf dem Kamm gab es dann recht interessante Ausblicke. Nach Westen Sonnenschein, nach Osten dichte Bewölkung. Bis zum Abzweig "El Pinar" ging es überwiegend auf einer gut begehbaren Piste. Dann ging's auf einem recht steinigen und sehr steilen Abstieg weiter in Richtung der kleinen Kirche "El Pinar". Ab hier geht es dann über asfaltierte Straßen bis zur Bushaltestelle. Heute habe ich sehr viel Zeit benötigt. Ich schaffe es noch so eben vor Sonnenuntergang bis zum Bus. In Los Llanos nehme ich heute mal ein Taxi zur Villa Azano.

16. Februar

Per Bus fahre ich bis zur Einmündung der Straße nach Mendo. Das ist zwar keine offizielle Bushaltestelle, aber da man hier gut anhalten kann, ohne den sonstigen Straßenverkehr zu behindern, ist der Busfahrer gerne bereit, für mich dort anzuhalten. Hier starte ich meine heutige Tour nach Jedey und dann weiter zu einer kleinen Einkehr ins Bodegon Tamanca. Für die ersten 2,5 km laufe ioch aiuf der asfaltieren Straße nach Mendo. Dann gehjt esd für ein kurzes Stück über eine Piste und dann weiterüber sehr schöne wanderwege durch Lavaströme nach Jedey.

17. Februar

Per Bus fahre ich heute bis Tijarafe. Für diese Region habe ich zwei Routen vorbereitet. Schnell stoße ich auf den GR 130 . Diesem Weg folge ich zunächst für einige Kilometer in südlicher Richtung. Es geht durch eine sehr schöne Schlucht. Bei El Jesus verläuft sich dieser Weg irgendwo im Gelände. Ab jetzt folge ich dann einer der vorbereiteten Routen in Richtung des Albergo El Pinar. Diese Route sollte mich eigentlich bis nach La Luna bringen. Aber irgendwo unterwegs kommt mir dann die Idee, etwas abzukürzen und sofort zu nächsten Bushaltestelle zu laufen. Das müsste eigentlich genau reichen, um sofort den nächsten Bus nach Los Llanos zu erwischen. Aber leider geht die Rechnung so nicht auf. Ich bin etwa 40 Minuten vor Abfahrt des nächsten Busses an der Haltestelle. Leider sehe ich hier keine Möglichkeit, auf einen Kaffe einzukehren. Na ja, dann laufe ich halt auf der Straße nach La Luna. Hier habe ich dann noch knapp 10 Minuten Zeit bis zum nächsten Bus. Etwas wenig für eine kurze Einkehr. Also geht es ohne zurück nach Los Llanos.

18. Februar

Heute will ich mir mal Puerto Naos anschauen. Na ja, dass ist auch nur so ein steriler Touristenort. Es gibt einen netten Strand und vermutlich auch einige gute und sehr gute Hotels. Wer also im wesentlichen einen Strandurlaub verbringen möchte,; dürfte hier ganz gut aufgehoben sein. Aber als Standquartier für einen Wanderurlaub erscheint mir dieser Ort weniger geeignet. Es gibt fast keine direkt erreichbaren Wanderwege. Man muss erst einmal weiter anfahren. In der direkten Umgebung gibt es nur Bananenanbau. Leider werden hier alle Plantagen mit Windschutzfolien ausgerüstet. Entsprechend trist ist der Eingdruck und wirklich keine Einladung zu Wanderungen. In meiner OSM-Karte ist etwas südlich von Charco verde ein Wanderweg als Anschluss an den GR 130 eingezeichnet. Also mache ich mich mal auf. Es soll nach Jedey gehen, so etwa 9 km. Aber der Weg bis nach Remo wird durchgehend von Bananenplantagen mit solchen Windschutzfolien gepräg und ist daher keine besonders schöne Sache. Und dann stellt sich auch noch der anvisierte Wanderweg als Fehler heraus. Es ist eine mit einem massiven Tor verschlossene Zuwegung in die dortige kleine Photovoltaikanlage. Wandern geht hier nicht. Aber einige Tage später sehe ich asm anderen Ende des kleinen Verbindungsweges eine Wegweisung nach Remo. Vielleicht geht es doch und ich hätte möglicherweise einfach das Tor öffnen könen.

19. Februar

Heute soll's ein recht geruhsamer Tag werden. Zunächst geht es nach Santa Cruz. Hier kläre ich mit Viajes Pamir meine für Dienstag anstehe Rückreise. Dann noch ein kleiner Spaziergung und zu einer Tapas-Einkehr. Dann geht es zurück bis zum Besucherzentrum Taburiente. Es wird ja auch verdammt mal Zeit, hier herein zu schauen. Das Zentrum bietet eine sehr eindrucksvolle Präsentation über die Insel. Auch zu den verschiedenen Wanderwegen in der Caldera werden gute Informationen angeboten. Auf die Audio-Visuelle Präsentation verzichte heute aus Termingründen. Stattdessen mache ich noch einen kleinen Spaziergang vom Besucherzentrum nach El Paso. Von dort geht es per Bus zurück nach Los Llanos.

20. Februar

So langsam geht dieser Urlaub zuende. Heute soll es noch einmal an die südliche Westküste der Insel gehen. Per Bus fahre ich nach El Charco. Ab hier soll es auf dem GR 130 nach Jedey oder evt. auch noch etwas weiter bis zum Bodegon Tamanca gehen. Am Mirador El Charco wird zur Zeit kräftig gebaut. Wenn's fertig ist, wird es hier sicher sehr schön sein. Auch an der Straße in Richtung Norden wird kräftig gebaut. Wo denn nun der Wanderweg hier so richtig verläuft, ist mir zunächst nicht ganz klar. Ich wähle die direkt unterhalb der Straße verlaufende neue Trasse und lande dann irgendwo im Chaos. Über sehr viel nur sehr locker angehäuftes Material muss ich mich dann sehr vorsichtig wieder zur Straße hochhangeln. Möglichweise wird das mit Abschluss der Straßenbauarbeiten noch ein "richtiger" Wanderweg. Jetzt muss ich noch ein kleines Stück auf der Straße laufen bis ich dann endlich auf den offiziellen Wanderweg stoße. Ab hier führt der Weg wechselweise durch Pinienwald und große Lavaflächen. Die entsprechende Wegemarkierung auf meiner Kompasskarte ist überwiegend falsch. Ok, wenn man nur mit einer Papierversion dieser Karte unterwegs ist, wird man den Fehler vielleicht auch nicht bemerken, denn bei Jedey stößt auch diese Wegemarkierung auf die LP-2. Bis zur Abfahrt des nächsten Busses habe ich mehr als eine Stunde Zeit. Das reicht, um die Wanderung bis zum Bodegon Tamanca fortzusetzen. Dort mache mit einem Vino tinto, einigen Pimientos a la Padron, einem Kaffe und einem coppa Malvasia eine kleine Pause. Der Malvasia ist ein inseltypischer Dessertwein, der mir zumindest hier und jetzt sehr gut schmeckt. Dann nehme ich mal 2 Flaschen mit. Eine als kleines Dankeschön für die Nachbarn und eine für den eigenen Bedarf.

21. Februar

Das ist dann heute der letzte Urlaubstag. Ich mache noch einmal einen kleinen Ausflug nach Los Canarios. Hier mache ich einem n kurzen Besuch im Besucherzentrum am Vulkan San Antonio. Es gibt dort einige Informationen insbesondere zu den verschiedenen Vulkanaktivitäten und eine nette Multimediashow. Dann kann man noch so etwa die Hälfte des Kraterrandes begehen. Dann geht es wieder zurück nach Los Llanos. In der dortigen Markthalle kaufe ich noch einige inseltypische Lebensmittel und dann geht es wieder zurück zur Villa Azano.



  
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