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Während meiner beruflichen Tätigkeiten war ich auch über eine längere Zeitspanne mit Projekten in Libyen beschäftigt. Zunächst war es ein großes Parkhausprojekt für Tripolis und später für einen Zeitraum von gut 7 Jahren war ich Teil des Projektteams für ein großes Hüttenwerksprojekt in Misurata. Trotz sehr vieler dienstlicher Reisen nach Libyen hatte sich jedoch nie die Gelegenheit ergeben, zumindest einige der imposanten Ausgrabungen aus der Römerzeit, alte Oasenstädte oder die weiten Sanddünenfelder im Fezzan zu besuchen. Was lag also näher, als jetzt einmal die Gelegenheit zu nutzen diese "verpassten Gegenheiten" endlich einmal nachzuholen.
Visa für Individualreisen durch Libyen sind normalerwesie nicht erhältlich. Im übrigen erscheint mir Libyen ohnehin nicht für eine Radreise sonderlich geeignet. Die Entfernungen zwischen möglichen einzelnen Zielen sind extrem groß. Und was dazwischen liegt, erscheint mir für eine Radreise meist weniger attraktiv. Also bleibt da nur die Möglichkeit, sich einer organsierten Reise anzuschließen.
Bei der Auswahl des Veranstalters habe ich mich leider mit Rotel-Reisen für einen zu meinen Reisevorstellungen wenig passenden Anbieter entschieden. Das Konzept der Schlafkabinen in dem mitgeführten Anhänger erzwingt eine für mich kaum akzeptable Enge. Die Einzelkabinen sind so eng, dass man sich kaum darin bewegen kann. Die überwiegend durch die Bordküche bereitgestellte Verpflegung zwingt den Teilnehmern ein weiteres enges Zusammenrücke auf. Ein Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wird dadurch extrem eingeschränkt. Für den Transport der Reiseteilnehmer und als Zugmaschine für den Anhänger mit den Schlafkabinen wurde ein Allradfahrzeiug eingesetzt, was im Prinzip vernünftig ist, da sich hiermit auch einfache Pisten recht gut befahren lassen. Die auf diesem Allradfahrzeug montierte Fahrgastzelle vermittelte leider nur bestenfalls den "Komfort" eines simplen Reisebusse aus den frühen 50er-Jahren. Die Sitze waren in keiner Weise verstellbar, Die Fahrgastzelle konnte nicht beheizt werden, von einer Klimaanlage ganz zu schweigen. Auch bei der Wahl der Rastplätze scheint man mehr auf geringe Kosten als auf den Komfort für die Gäste geachtet zu haben. Kurz und gut: die Durchführung dieser Reise hat mir nicht gefallen, aber es war immerhin eine Möglichkeit, die gewünschten Besichtigungspunkte zu erreichen.
Die Reise hatte folgenden Verlauf:
23.12.2010 Flug Düsseldorf-Tripolis
24.12.2010 in Sabratha
25.12.2010 570 km über Nalut nach Ghadames
26.12.2010 440 km Ghadames-Gariyat
27.12.2010 615 km Gariyat-Alfejei
28.12.2010 100 km Oase Gambaroune und Mandara See
29.12.2010 350 km Felszeichnungen im Wadi Mathandous
30.12.2010 470 km Alfejei-Ghat-Alweinat
31.12.2010 180 km Felsmalereien im Akakus-Gebirge
01.01.2011 440 km Alweinat-Murzuq
02.01.2011 590 km Murzuq-Hun
03.01.2011 485 km Hun-Al Khumbs/Leptis Magna
04.01.2011 45 km Leptis Magna
05.01.2011 200 km Leptis Magna-Tripolis-Sabratha
06.01.2011 85 km Sabratha-Tripolis/Rückflug
und hier geht's zu einigen Bildern
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