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von Nizza nach Genf eine kleine Radtour durch Südostfrankreich |
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30. Juli Für mein Gepäck einschließlich Rad habe ich mal wieder den Vorabend-Check in genutzt. Alles verlief problemlos und so brauchte ich am Flugtag erst relativ kurz vor Beginn der Boarding time am Flugplatz eintreffen. Ich konnte dann noch zufällig sehen, wie mein Rad verladen wurde. Auch bei der Ankunft in Nizza konnte ich bei Verlassen des Flugzeuges sehen, dass mein Rad entladen und auf einen Transportwagen geladen wurde. Also konnte ich ganz unbeschwert zur Gepäckausgabe gehen. Mein Gepäck ist ja in Nizza verfügbar. Am Geäckband sah das dann leider etwas anders aus. Meine Taschen kamen recht zügig, aber vom Rad keine Spur! Ich musste mich dann an den "Lost and Found" Schalter wenden und um Nachforschung bitten. Dabei habe ich ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass ich mein Rad auf dem Vorfeld gesehen hatte. Die nette Mitarbeiter war sehr hilfsbereit und hat sich dann gleich direkt zum Entladepersonal begeben um nach meinem Rad zu suchen. Aber als sie zurück kam, konnte sie mir nur mitteilen, dass mein Rad nicht in Nizza sein könne. Es sei das gesamte Gepäck aus dem Flugzeug entladen und auf die Gepäckbänder gelegt worden. Mein Rad müsse daher wohl in Düsseldorf sein. Nach langem hin und her konnte ich sie nicht mehr davon abhalten, nun einen Mängelreport auszustellen. Und siehe da, noch bevor dieser Report vollständig geschrieben war, stellte mir ein Mitarbeiter des Rampenpersonals mein Fahrrad unversehrt direkt vor die Füße. Es war also doch in Nizza! Na ja, dann ist ja alles in Ordnung und die Tour kann beginnen! Nach dem Verlassen des Terminals begrüßt mich die Cote d'Azur mit strahelnd blauem Himmel und richtigen Sommertemperaturen, so irgendwo zwischen 35 und 40° C. Na, dann mal los, hinus aus dem Gewusel der Küste. Aber schnell stellt sich heraus, daß ich noch nicht so richtig "organisiert" bin, kein Trinkwasser, kein Proviant. Nach rund 15 km kommt dann auch der erste Einruch. Na ja, so wird's nur eine kleine Etappe zum Einrollen. In der schönen Aiuberge des Colombier mach ich nach 18 km Station. Es war hier nicht besonders billig, aber rundherum vorzüglich! 31. Juli Das herrliche Sommerwetter hält an. Lediglich am frühen Vormittag ist es etwas kühler. Nach dem sehr guten Frühstück in der Auberge geht's dann los. Zunächst rolle ich recht unbeschwert durch den sommerlichenh Morgen. Aber frühen Nachmittag wird es wieder sehr heiß. Längere Steigungen sind da schon recht anstrengend und dann kommen da auch noch für mich bisher unbekannte sehr schmerzhafte Verkrampfungen im Oberschenkel dazu. Da hilft nur, einen Gang herunterschalten und auch zwischendurch mal ein kleineres Stück zu laufen. Aber irgendwie geht es dann doch noch bis Draguignan. Mich treibt niemand, also ist für heute nach etwa 75 km Schluss! 1. August Heute geht es bis Brignoles. Unterwegs gibt's einen kleinen Abstecher an die Abbeye du Thoronent. In Brignoles teste ich dann mal das Angebot der Billigkette "Formule 1". Das ist nichts Besonderes, aber eine durchaus akzeptable preisgünstige Alternative, wenn man irgendwo am Rande einer größeren Stadt preisgünstig übernachten möchte. 2. August Na ja, die Unterkunft im "Formule 1" war etwas spartanisch, die Lage im Gewerbegebiet mit großem Einkaufszentrum ähnlich wie bei den vielen Motel/Shoppingcentren in den USA. Heute starte ich recht früh. Morgens ist es bedeckt bei recht angenehmen Temperaturen. In Tourves mache ich eine kleine Pause am netten marktplatz. Aber dann, ich hatte gerade die Ortschaft verlassen, da stand vor mir eine schwarze Wand. Es war zwar noch etwas Abstand, aber diese schaurig-schöne schwarze Wand stand genau in Richtung meines heutigen Etappenzieles. Bis Saint Maximin-la-Saint-Beaume sollte ich doch noch kommen! Oder? Kurz vor der Autobahnbrücke am Ortseingang von St. Maximin ging's dann los! Es goß wie aus Kübdeln. Ich konnte mich noch soeben bis unter die Brücke retten! Es goß in Stzrömen, es donnerte und bltzte! Gut 20 Minuten war ich nunter der Brücke gefangen. Dann klarte es ebenso schnell wie es begonnen hatte wieder auf und das Gewitter war weiter nach Osten gezogen. Aber in meiner Reiserichtung war es weiter pechschwarz. Ich bin dannnoch etwas in Richtung Westen ausgewichen. Auch über Pourriers müsste mich eine schöne Route in die richtige richtung führen. Aber leider stolpere ichn in Pourrieres in eine große Umleitung und ich lande dann irgendwo im Nichts. Jetzt binn ich auf sehr kleinen wegen mkitten in den Weinfeldern. Nach so einigem hin und her entscheide ich mich dann für eine Wegeführung am Fuße er Montagne St. Victoire in Richtung Aix-en-Provence. Hiermit habe ich mal wieder eine sehr schöne Straße gewählt. Aber auch hier hat die4 Gewitterfront gewütet. Über lange Streckenabschnitte ist die Straße mit Laub, abgerissenen kleinen Pinienstücken und allerhand Unrat übersäht. Und dann, ich kann es erst gar nicht glauben, sind die Straßenränder mit den resten von Schnee, Graupel und Hagel übersäht. Das alles bei nur etwa 400 msl. Aix kratze ich nur so an der Nord-Ost-Ecke an und fahre gleich weiter bis nach Pertuis. Der städtische Campingplatz liegt zwar nicht wie erwartet unten in der Stadt sondern irgendwo am Rand auf einem Hügel. Aber dort es sehr nett und für Radler auch noch kostenlos! Das kleine restaurant am Campingplatz bietet ausreichend Getränke und Speisen. Ich muß daher nicht nochmals zurück in den Ort- 3. August Heute waren die Temperaturen durchaus recht angenehm, so irgendwo in den hohen zwanzigern. Vielleicht waren die ersten tage mit Temperaturen zwischen 35 und 40 ° C auch für mich ein Tic zuviel. Zumindest hatten die Temperaturen doch einen deutlichen Einfluß auf meine Tagesetappen. Man muß es ja nicht übertreiben und gleich einen Kreislaufkollaps provozieren. Da ist es doch besser, mal einen Gang zurückzuschalten, vorübergehend mal ein paar Meter zu laufen und die Etappen etwas zu kürzen. Heute überquere ich den Luberon und fahre durch herrliche Landschaft bis in die Region um Fontaine-de-Vaucluse. In meienm Zielgebiet sind die Campingplätze alle vollständig belegt. Ich fahre daher in den Ort Fontaine-de-Vaucluse und mache in dem netten Hotel Du Poete Station. Ich habe reichlihc Zeit, um mich im herrlichen Garten des Hotels bei einem Pastis gründlich auszuruhen und anschließend noch einen großen Rundgang durch die Ortschaft zu machen. 4. August Nach dem Durchzug der extremen Gewitterfornt hat sich die Großwetterlage leicht verändert. Es ist zwar weiterrthin recht sommerlich mit Temperaturen so um die 25° C, aber verglichen mit den Temperaturen der ersten tage ist das ja fast ein dramatischer "Kälteeinbruch". heute fahre ich über Carpentras und die Route "Cote du Rhone Villages" bis nach Vaison-la-Romaine. Als ob es nicht anders ging, weht auch noch ein kräftiger Mistral durch das Rhonetal. So muss ich mich schon etweas anstrengen, um in einer zumindest halbwegs "vernünftigen" Zeit bis nach Vaison-la-Romaine zu kommen. Seit einigen Tagen macht sich das Tretlager mit unangenehmen Geräuschen und einer gewissen Schwergängigkeit bemerkbar. Zum Glück finde ich in Vaison-la-Romaine einen ordentlich ausgestattenten Radladen und kann dort den mangel für relativ kleines Geld beheben lassen. 5. - 9. August Jetzt geht es weiter über Valreas ins Departement Drome. Der Mistral ist über nacht eingeschlafen. Mit der neuen Luftmasse ist das hochsommerliche Wetter mit Temperaturen von deutlich über 30° C zurück. Mein Weg führt mich über Crest und Romans-Sur-Isere an die Rhone. Über weite Strecken kann ich dann dem neuen Rhoneradweg zum Genfer See folgen. Ich halte mich nicht ständig an diesen radweg, sondern weiche auch gelegentlich auf andre gut befahrbare Straßen aus. Am südwestlichen Rand von Genf endet diese Radreise im netten Hotel "Les Horlogers". Jetzt gibt's auch wieder einmal ein kräftiges Gewitter und einen deutlichen Temperatursturz. Aber das hat für mich und für diese Radtour keine Bedeutung mehr. 10. August Heute steht nur noch eine kurze Fahrt zum Bahnhof an. Zuück geht es dann per Bahn. Die Bahnfahrt fängt recht gut an. Ziemlich rasch komme ich bis nach Karlsruhe. Ab hier muß ich mich wegen mangelnder Fahrradreservierung mit verschiedenen Nahverkehrszügen irgendwie nach Duisburg durchhangeln. War nicht ganz bequem, aber irgendwie hat's doch funktioniert. | |||||