| einige Impressionen . . . . |
| zwischen Berlin und Rostock . . . . |
| 08. Mai 2002 | 20 km | Anreise per Bahn bis Berlin-Spandau weiter bis Hennigsdorf |
| 09. Mai 2002 | 80 km | Zehdenick |
| 10. Mai 2002 | 108 km | Neustrelitz |
| 11. Mai 2002 | 85 km | Federow |
| 12. Mai 2002 | 94 km | Güstow |
| 13. Mai 2002 | 62 km | Rostock |
| 14. Mai 2002 | Rückreise per Bahn |
| Anmerkungen zum Reiseverlauf:
8. Mai Gestern war ja ein so richtig schöner Tag. Die nass-kalte Periode schien zumindest für uns am Niederrhein ein Ende gefunden zu haben. Also der richtige Zeitpunkt für eine kleine Radtour so zwischendurch. Mal über den neuen Fernradweg Berlin-Kopenhagen. Leider hatte ich schon vor Monaten für den 17. Mai meine Mitarbeit im Internet-Treff zugesagt. So reicht's dann nicht für die gesamte Strecke bis Kopenhagen. Bleibt "nur" der Abschnitt Berlin - Rostock. Und für mich ein weiteres Stück der neuen Bundesländer. Mit der Bahn geht's erst einmal nach Berlin-Spandau. In Spandau verlasse ich den Bahnhof bei bestem Frühlingswetter - Sonnenschein und sehr angenehme Temperaturen. Zunächst laufe ich durch die lebhafte Fußgängerzone und dann radle ich in Richtung Hennigsdorf. Ab der Fähre nach Tegel stoße ich auf den Wander- und Radweg nach Hennigsdorf, der später in den gut ausgeschilderten Fernradweg Berlin-Kopenhagen übergeht. 9. Mai 2002 Bis Oranienburg geht es recht zügig voran. Dort mache ich einen Abstecher zur Mahn- und Gedenkstätte Oranienburg-Sachsenhausen. Es ist mein erster Besuch eines ehemaligen Konzentrationslagers. Über der ganzen Anlage liegt so eine "schaurig-mahnende" Ruhe. Es bedarf nicht viel Phantasie, sich das frühere Grauen an dieser Stelle vorzustellen. Nach einem längerem Rundgang, über den Appellplatz, vorbei an er Hinrichtungsstelle, dem Krematorium, der Pathologie und einigen Baracken setze ich die Radtour fort. Irgendwie bin ich dann plötzlich am nördlichen Rand von Oranienburg auf der "falschen" Havelseite. Zunächst fahre ich mal weiter in nördliche Richtung. Dann vermeide ich einen mit üblem Kopfstein gepflasterten Weg, suche mir einen anderen Weg Richtung Havel und zu einer auf der Karte vermerkten Brücke. Der Weg entpuppt sich nach einigen Kilometern schlechtester Wegbeschaffenheit als Sackgasse. Also wieder zurück. Und an der vermeintlichen Brücke muss ich dann feststellen, dass dieses Brückenbauwerk nur eine Planung ist und vielleicht irgendwann im Laufe dieses oder doch erst des nächsten Jahres fertiggestellt sein wird. Na gut, dann wird's halt ein großer Umweg. Aber irgendwie komme ich dann doch wieder auf den hier gut ausgebauten und gut beschilderten Radweg. Ein längeres Teilstück bis Zehdenick muss zwar noch ausgebaut werden, aber die bisher durchgeführten vorbereitenden Arbeiten ermöglichen eine flotte Befahrung. Nach gut 89 km erreiche ich am Nachmittag Zehdenick. 10. Mai 2002 Zehdenick war das Zentrum der brandenburgischen Tonindustrie. Hier wird die Havel durch viele Teiche ehemaliger Tonstiche begleitet. Über die Jahre hat sich hieraus eine überaus reizvolle Fluss- und Seenlandschaft entwickelt. Heute habe ich herrliches sommerliches Wetter, leider teilweise mit recht heftigem Gegenwind. Zu meiner Überraschung waren in Wesenberg, Gross-Quassowa und in drei Hotels in Neustrelitz alle Zimmer ausgebucht. Erst in Alt-Strelitz bin ich dann im Parkhotel fündig geworden, nicht ganz billig aber gut. 11. Mai 2002 Ein weiterer herrlicher Tag mit sommerlichem Wetter. Einige telefonische Rückfragen haben die Aussichten auf eine reiche Auswahl an verfügbaren Hotelzimmern in Waren und näherer Umgebung rasch gedämpft. Also muss ich mal losfahren und sehen, was sich so ergibt. Nach gut 60 km stoße ich auf das frisch renovierten und daher seht einladend aussehende Hotel "Gutshof Federow". Ich hatte Glück, es ist noch ein Zimmer verfügbar, weil en anderer Gast vorzeitig abgereist ist. Dann mache ich noch eine kleine Ausfahrt in Richtung Speck und später nach Waren. 12. Mai 2002 Gestern gab es am späten Nachmittag großflächig Gewitter. Ich hatte ordentlich Glück und konnte daher noch trocken von meinem Spaziergang um den Hofsee zurück ins Hotel gelangen. Heute war es dann auch den ganzen Tag recht bedeckt. Nur ganz vereinzelt gab es einige Aufhellungen. Aber auch von erneutem Regen bin ich so gut wie vollständig verschont geblieben. Ab und an gab's einige Tropfen. aber das war nur von kurzer Dauer. Weniger erfreulich haben sich so mehrere Teilstreppen der heutigen Tour gezeigt. Sandig, Kopfsteinpflaster. weg gespülter Untergrund. Na ja, bei dem heutigen Wetter war es ja noch befahrbar. Aber wie mögen diese Abschnitte bei Regen aussehen? Aber ich will ja fair bleiben, diese "schlimmen" Abschnitte warum ja auch in der Karte entsprechend gekennzeichnet. Und für 2002/3 ist dann auch ein Ausbau der Strecke in Aussicht gestellt. 13. Mai 2002 Zum Abschluss geht es heute mal wieder über stellenweise recht schlechte Wege nach Rostock hinein. In einer kleinen Pension am Rande der Innenstadt finde ich eine ordentliche Unterkunft. Bei außerordentlich gutem Wetter kann ich einen netten Abend in der schönen Rostocker Altstadt verbringen. |