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Al Andalus, Land des Lichtes, Costa de la Luz . . . . .

Diese Region im äußerten Süd-Westen Spaniens ist uraltes Siedlungsgebiet. Mit Cadiz, der Hauptstadt der andalusischen Provinz Cadiz, finden wir hier die älteste nachgewiesene Stadtgründung Europas.

Phönizier, Katharer, Römer, Iberer und nicht zu vergessen, die Mauren, haben hier ihre Spuren hinterlassen.

Die Costa de la Luz, insbesondere das Gebiet zwischen der Mündung des Guadalquivir in den Atlantik westlich von Cadiz bis zum Felsen von Gibraltar ist ein schönes Ziel für einen unbeschwerten Badeurlaub. Endlose Sandstrände und einzelne Buchten, noch ihre Usprünglichkeit bewahrende kleine Orte und maßvoll entwickelte Urlaubscentren stehen bereit. Ein besonderer Schwerpunkt bildet hier die Entwicklung des Golfsportes. Neben den schon reichlich vorhandenen Golfplätzen entstehen weitere Anlagen oder bestehende Anlagen werden ausgebaut.

In letzter Zeit wird die Region auch zunehmend von Radsportlern entdeckt. Bereits im Januar/Februar und im Spätherbst bis in den November hinein herrscht hier ein für einen Radurlaub, sei es rein touristischer Natur oder Rennsporttraining, bestens geeignetes Klima. Es lassen sich viele wenig befahrene Straßen finden.

Bei meiner zweiten Reise in diese Region habe ich einen Aufenthalt an der Küste mit einer Rundtour über die Route der "Pueblos blancos" und über die "Via Verde de la Sierra" kombiniert.

Nach der Anreise über Jerez de la Frontera habe ich mich zunächst eine Woche in dem Ferienort Novo Sancti Petri, einem Stadtteil von Chiclana in der Nähe von Cadiz, aufgehalten. Hier kann man sich auf das Klima einstellen und sich mit einigen Rundfahrten durch die nähere Umgebung für die anschließende Tour durch das hügelige Hinterland der Provinz Cadiz "einrollen".

Dann folgte die Rundtour über die Pueblos Blancos und die Via Verde de la Sierra.

Zunächst ging es über Medina-Sidonia und Arcos de la Frontera nach Puerto Serrano. Hier startet die "Via Verde de la Sierra". Über eine ehemalige Bahntrasse geht es durch eine herrliche Landschaft auf einer Strecke von 38 km nach Olvera. Dieser Abschnitt ist für Rennräder ungeeignet, da nur einige sehr kurze Streckenabschnitte befestigt sind. In Puerto Serrano, Coripe und Olvera wurden die ehemaligen Bahnhöfe in Restaurants und Hotels umgewandelt. Leider waren diese Häuser zum Zeitpunkt meiner Tour (Anfang Februar) nicht geöffnet. Aber die Häuser haben von außen einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Auch die gesamte Strecke war in einem guten Zustand.

Ab Olvera bin ich dann wieder über befestigte Straßen der Route der "Pueblos blancos" gefolgt: über Sentenil de las Bodegas nach Ronda und weiter über Zahara de la Sierra, Grazalema, Ubrique und Alcala de los Gazules zurück nach Novo Sancti Petri.

Ein besonders reizvoller Teil dieser Route ist die Fahrt von Zahara de la Sierra über eine sich lang dahinziehende Bergstraße nach Grazalema. Das ist zwar nicht der bequemste Weg nach Grazalema, aber mit Abstand der spektakulärste!

In Alcala de los Gazules hat die Radtour für mich ein vorzeitiges Ende gefunden. Mein Fahrrad wurde nachts aus dem unverschlossenen Flur des Hostals gestohlen und später von der Polizei wenige Straßen weiter in einem arg ramponierten Zustand gefunden. Werkzeug und Luftpumpe waren verschwunden, am Vorderrad einige Speichen zerbrochen und das Hinterrad völlig verbogen und für eine Weiterfahrt unbrauchbar.

Auch mit Hilfe der sehr hilfsbereiten Polizisten konnte ich in Alcala weder eine geeignete Werkstatt noch ein Ersatzrad finden. Mir blieb keine Wahl, die Tour war hier zu Ende. Für die Rückfahrt in mein Hotel in Novo Sancti Petri musste ich ein Taxi nehmen.

Auch in Chiclana war eine kurzfristige Behebung des Schadens nicht möglich. Hier musste ich mich auf eine Minimallösung beschränken, damit das Rad zumindes wieder "rollfähig" wurde. Für weitere Ausfahrten musste ich aber doch auf ein Leihrad ausweichen. Jetzt hat es sich für mich als vorteilhaft erwiesen, dass auch der schweizer Radreiseveranstalter Max Hürzeler in Novo Sancti Petri vertreten ist und gute Leihräder anbietet.

Obgleich ich meine Rundfahrt über die "Ruta de los pueblos blancos" außerhalb der Saison gemacht habe, waren in allen Orten Hotels oder Pensionen verfügbar. Als besonders günstig haben sich die Häuser der Gruppe TUGASA erwiesen. Diese Hotelgruppe ist eine Einrichtung der Provinz Cadiz. Die überwiegend 3-Sterne-Häuser dieser Gruppe kann ich nur bestens empfehlen. Sie bieten gutes Preis-/Leistungsverältnis und liegen für eine Radtour günstig verteilt in der Provinz Cadiz.



der Reiseablauf im Überblick:

DatumReisezielDatumReiseziel
23. Januar 2006Flug nach Jerez de la Frontera 7. Februar 2006Zahara de la Sierra
24. Januar 2006Ausfahrt nach Chiclana 8. Februar 2006Grazalema
25. Januar 2006Conil de la Frontera 9. Februar 2006Ubrique
26. Januar 2006über Masqueroda nach Puerto Real10. Februar 2006Alcala de los Gazules
27. Januar 2006regnerisch, Strandspaziergang11. Februar 2006Novo Sancti Petri
28. Januar 2006Ausfahrt nach Chiclana12. Februar 2006Strandspaziergang
29. Januar 2006regnerisch, Strandspaziergang13. Februar 2006Besorgungen in Chiclana
30. Januar 2006Medina-Sidonia14. Februar 2006El Palmer
31. Januar 2006Arcos de la Frontera15. Februar 2006San Fernando
 1. Februar 2006in Arcos de la Frontera16. Februar 2006locale Rundfahrt
 2. Februar 2006Puerto Serrano17. Februar 2006locale Rundfahrt
 3. Februar 2006über die "Via Verde" nach Olvera18. Februar 2006locale Rundfahrt
 4. Februar 2006Sentenil de la Bodegas19. Februar 2006Strandspaziergang
 5. Februar 2006Ronda20. Februar 2006Rückflug Düsseldorf
 6. Februar 2006in Ronda




einige Bilder:



    

  


    

    

    

  

    

  

    


meine erste Reise in die Region Cadiz    Andalusien 2008    2010

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