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![]() Cyclefeast 2006 / Berwick upon Tweed . . . . .
Vom 14. bis 21. Juli 2006 wurde zum zweiten Mal in Berwick upon Tweed, in der nordöstlichsten Ecke Englands, ein nettes Cyclefeast ausgerichtet. Die Organisatoren Philipp Stanbury, Bursar an der Longridge Towers School, und Jason Patient, freischaffender Fotograf aus Coldstream, hatten diese Veranstaltung gut vorbereitet und in sehr angenehmer Atmosphäre durchgeführt. Veranstaltungsort war die Longridge Towers School etwa 4 km westlich von Berwick upon Tweed. Insgesamt haben etwa 40 Radfahrer teilgenommen. Ein Teil hat auf dem Schulgelände mit Zelt oder Wohnmobil campiert, andere und auch ich haben in den während der Schulferien freien Schülerzimmern gewohnt. Frühstück und Abendessen sowie reichlich Getränke bei Rückkehr von den täglichen Ausfahrten wurden in der Schulkantine serviert. Unterkunft und Verpflegung waren gut und reichhaltig. Der von mir für 7 Tage Einzelzimmer mit Frühstück und Abendessen gezahlte Preis von 225 GBP erschien mir für die gebotene Leistung recht günstig. Täglich wurden 3 verschiedene geführte Touren angeboten. Das waren gute Gelegenheiten, auf schönen und wenig befahrenen Nebenstraßen Teile des südöstlichen Schottlands und des Nordosten Englands kennen zu lernen. Dabei wurden manchmal auch Ziele angefahren, die ich sonst wohl nie gefunden hätte. Ich habe die Teilnahme an diesem Cyclefeast mit einer kleinen Rundfahrt durch Südschottland verbunden. Zunächst bin ich nach Glasgow geflogen und von dort über Edinburgh nach Berwick upon Tweed gefahren. Von Glasgow bis Edinburgh habe ich weitgehend die Cycleroute 75 genutzt. Nach Abschluss des Cyclefeast bin ich dann durch das Tweed Valley über die Cycleroute 1 und dann über Selkirk und weiter entlang des Yarrow Water vorbei am Megget Reservoir, später über Lanark zurück nach Glasgow gefahren. Vor dem Rückflug nach Düsseldorf hatte ich noch einen Reservetag in Paisley verfügbar. Diesen konnte ich noch zu einer kleinen Ausfahrt über eine sehr gut ausgebaute ehemalige Bahntrasse zwischen Paisley und Glasgow Harbor nutzen. Der großräumig extreme Sommer ohne Regen und mit hohen Temperaturen hat auch das Wetter in England und Schottland bestimmt. Da ist es nicht verwunderlich, dass diese zwei Wochen mal wieder ein sehr schöner Fahrradurlaub waren.
Neben einigen konventionellen Rädern waren mehrere Moulton, Bike Friday, Brompton und sehr viele Liegerad-Trikes vertreten. Die Mehrheit der Trikes waren verschiedene Modelle von ICE (Inspired Cycle Engineering). Dann noch einige Greenspeed und Windcheetah sowie ein Kettwiesel-Tandem.Bei den verschiedenen gemeinsamen Ausfahrten mit diesen Trikes konnte ich einen guten Eindruck vom Leistungsspektrum, den besonderen Stärken und/oder Schwächen dieser Maschinen gewinnen. Besonders positiv hat auf mich das Modell S von ICE gewirkt. Hier handelt es sich um einen extremen Tieflieger der sich sowohl für sportliche schnelle Fahrten als auch für Reisen mit Gepäck eignet. Die gesamte Region ist sehr hügelig. Es geht zwar nirgends so "richtig hoch", aber das ständige auf und ab mit teilweise recht steilen Anstiegen erfordert schon eine gewisse Grundkondition oder man muss nach längeren Touren abends mit deutlicher Müdigkeit rechnen. Aber die Landschaft lohnt die Mühen! Während meiner Rundtour sind gut 5000 Höhenmeter angefallen. Auch die Ausfahrten während des Cyclefeast haben jeweils mehre Hundert und im Extremfall gar über 1000 Höhenmeter gefordert. Diese Veranstaltung hat mir so gut gefallen, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Jahr wieder teilnehmen werde. Dann voraussichtlich in Verbindung mit der Befahrung der North Sea Cycle Route.
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