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...... mit dem Fahrrad zu den Vulkanen Lanzarotes |
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Die ursprüngliche Planung, in diesem Winter eine Radtour von Sydney nach Melbourne zu machen, hatte sich aus verschiedenen Gründen zerschlagen. Zunächst gab es einige Schwierigkeiten, ein Ticket incl. Fahrradbeförderung zu vernünftigen Preisen zu bekommen. Dann haben mir die aufkommenden riesigen Buschfeuer im Großraum Sydney die Freude verdorben. Auch für den Fall, dass man die Region möglicherweise ohne konkrete eigene Gefährdung passieren kann, erscheint es mir nicht besonders einladend, durch eine Region "frisch verbrannter Erde" zu radeln. Als Alternative hatte ich mir eine kombinierte Wander- und Fahrradreise nach Teneriffa und La Gomera vorgenommen. Aber auch diese Planung musste ich kurzfristig aufgeben, da die fest gebuchten Arrangements plötzlich nicht mehr in der von mir gewünschten Form verfügbar waren. So habe ich mich dann mal wieder für Lanzarote entschieden. Die Wetterlage auf Lanzarote war zunächst nicht besonders freundlich und durchaus geeignet, die Begeisterung für einige Rundfahrten per Rad in Grenzen zu halten. Bei der Ankunft war es stark bewölkt, Temperatur 16 °C, windig und regnerisch. Der nächste Tag war etwas freundlicher, jedoch mit sehr heftigem Wind aus Nordwest. Auch der 14. Januar brachte noch keine Besserung. Es war weiterhin kühl mit heftigen Regenschauern und sehr kräftigem Wind aus Nordwest. Nach einem anhaltenden nächtlichen Regen gab's dann am 15. Januar eine deutliche Wetterbesserung. Blauer Himmel mit 3/8 Cumulus-Bewölkung bei angenehmen Temperaturen. Nur der Passat fegte weiter unerlässlich über die Insel. Vermutlich werde ich mich wohl für diesen Urlaub auf einen dauerhaften und recht starken Passatwind einstellen müssen. Na ja, das wird schon irgendwie gehen, wenn der Passat nicht ständig neuen Regen bringt! In den letzten Tagen hat sich nun eine recht angenehme Wetterlage mit überwiegend frühlinghaften Temperaturen und meistens Sonnenschein eingestellt. Nur der Wind bleibt nachhaltig recht kräftig. Bei dieser Reise ist mir besonders negativ aufgefallen, dass ein recht hoher Anteil der Autofahrer - und hier nicht nur Touristen - sich recht "ruppig" verhält. Mit lautstarkem "Gehupe" und dichtem Auffahren wird oft versucht, Radfahrer auf die kaum befahrbaren Randstreifen abzudrängen und es wird häufig mit äußerst geringem Abstand überholt! Aber daneben gibt es auch vernünftige und rücksichtsvolle Autofahrer. Man muß halt als Radfahrer ordentlich aufpassen und jederzeit mit irgendwelchen "Verkehrsrüpeln" rechnen! Im Vergleich zu meinem ersten Besuch vor inzwischen 8 Jahren wurde die Tourismus-Infrastruktur auf Lanzarote stark ausgeweitet. Insbesondere in Playa Blanca wurde und wird noch sehr viel gebaut. Mittlerweile ist der Abschnitt zwischen dem Hafen und dem Leuchtturm "Faro de Pechiguera" vollständig mit Hotels und Appartmentanlagen bebaut. Trotz der dichten Bebauung macht die ganze Region aber noch einen recht freundlichen Eindruck. In Playa Blanca kann man unbehelligt vom Autoverkehr über viele Kilometer von weit östlich des Hafens bis fast an den Leuchtturm heran auf einer schön angelegten Promenade flanieren. Die weit in die Rubicon-Ebene hineinwuchernden weiteren Bebauungen sind zwar weniger schön, aber man wird sich wohl damit abfinden müssen, dass der einmal gestartete Tourismus dann kaum noch einzuschränken ist. Aber insgesamt hat man es bisher auf Lanzarote vermieden, allzu wuchtige Betonkästen in die Gegend zu stellen. Man hat sich hier mehr für die Ausdehnung in die Fläche entschieden. Hierbei wurde überwiegend mit großzügigen Bepflanzungen eine recht angenehme "Parkatmosphäre" geschaffen. Einige vormalige Schotterpisten wurden asphaltiert und sind jetzt mit dem Rad sehr gut und angenehm befahrbar. Hier ist mir insbesondere die Verbindung von Playa Blanca hinauf nach Femes aufgefallen. Zwischen der Urbanisation Matagorda am nord-östlichen Rand von Puerto del Carmen und Playa Honda, einer Trabantensiedlung von Arrecife, wird zur Zeit an einer fußläufigen Verbindung gearbeitet. Sobald der Weg fertig ist, kann man unbehelligt vom Autoverkehr bis an den nord-östlichen Rand von Playa Honda laufen oder mit dem Rad fahren. Und wie es aussieht, ist auch geplant, diese Wegeführung noch weiter bis nach Arrecife hinein auszubauen. Nach Fertigstellung könnte das eine schöne, immer dem Strand folgende und vom Autoverkehr nur wenig beeinträchtigte Strecke werden. Die Umgebung des Hafens in Puerto del Carmen zeigt inzwischen doch reichlich "Abnutzungsspuren". Hier ist ein gründliches refurbishing dringend angeraten!. Lanzarote ist ja nicht besonders groß und auch die höchsten Berge sind nur so irgendwie zwischen 400 und 500 Meter hoch. Es gibt hier also keine "sich ewig dahin ziehende" Aufstiege. Aber dafür muß man oft mit nicht besonders langen, dafür aber recht steilen Anstiegen rechnen. Solche Anstiege werden dann auch noch oft von einem kräftigen Gegenwind begleitet. Aber zumindest mich entschädigt der besondere Reiz dieser kargen Landschaft für alle hier gelegentlich mit dem Radfahren verbundenen Mühen. Zu den landschaftlichen Eindrücken verweise ich hier auf meine Notizen zur vorhergehenden Reise. |
